Der Anteil der Miete am Einkommen wird insbesondere in Großstädten immer größer, was für Familien und Rentner mehr und mehr zu Problemen führt!
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Die Miete entwickelt sich mehr und mehr zum Reizthema, insbesondere auf politischer Ebene. Dabei müssen immer die zwei Seiten der Medaille betrachtet werden. Einerseits die Vermieter, für die das Mietrecht immer komplizierter wird – Stichworte Mietpreisbremse und Grundsteuer. Andererseits Mieter, die am eigenen Portemonnaie erfahren, wie der Mietzins immer mehr des Einkommens für sich in Anspruch nimmt. Welche Folgen das hat, zeigen erste Studien. Die belegen, dass vor allem Familien und Rentner Städte mit hohen Mieten meiden.

Miete: Was bleibt vom Gehalt?

Während Vermieter mit den rechtlichen Rahmenbedingungen kämpfen, müssen Mieter den Gürtel enger schnallen. Um wie viele Löcher hängt in erster Linie vom Wohnort ab. Betrachtet man die fünf größten Städte im Osten und im Westen der Republik, ergeben sich teils drastische Unterschiede. Das gilt für die Miete und somit auch den Anteil der Miete am Einkommen.

Besonders teuer ist laut Studie von Statista München. Dort beträgt die Medianangebotsmiete netto kalt für eine 80 bis 100 Quadratmeter große Wohnung 1.500 Euro. Ausgehend von einem Brutto-Durchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte in der bayerischen Landeshauptstadt in Höhe von 61.100 Euro beträgt der Anteil für die Miete 29,5 Prozent. In Köln zahlen Mieter für ein ähnliches Objekt 900 Euro, was bei einem Einkommen von durchschnittlich 60.000 Euro etwa 18 Prozent entspricht. Am günstigsten wohnt man in Chemnitz bei einem Mietzins von 460 Euro und einem Anteil der Miete am Einkommen (im Schnitt 40.200 Euro) von 13,7 Prozent.

Günstige Regionen werden beliebter

Je mehr vom Gehalt für die Miete aufgebracht werden muss, desto eher sind Menschen bereit, den Wohnort zu wechseln. Das betrifft in erster Linie Familien.

In München, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt – allesamt Städte mit hohen Mieten – sind daher mehr Familien ab- als zugewandert.

Das besagt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag des ZDF. Demnach geben Familien in München knapp 43 Prozent ihres Einkommens nur fürs Wohnen aus. In Freiburg liegt die Quote bei 42 Prozent und in Frankfurt bei 39 Prozent.

Zu spüren bekommen die Entwicklung der Mieten auch Rentner. Sie müssen in München bis zu 65 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufbringen (wenn nach einer neuen Wohnung gesucht wird). In anderen Regionen ist die Lage deutlich entspannter, etwa im Vogtlandkreis (Sachsen). Dort hat die Miete einen Anteil von 20 Prozent am Einkommen.

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