Die SPD möchte die Gewährleistung für Elektroartikel von zwei Jahren auf fünf Jahre verlängern, damit Hersteller ernsthaftes Interesse haben nachhaltig zu produzieren.
Diese Seite teilen, versenden oder drucken: Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someonePrint this page

Jeder dürfte es schon erlebt haben: Die Waschmaschine, der Drucker oder ganz einfach nur das Bügeleisen ist gerade mal zwei Jahre und ein paar Wochen alt. Dann geht plötzlich nichts mehr. Das Gerät rappelt, raucht oder lässt sich nicht mehr einschalten. Da liegt die Vermutung nahe, dass viele Elektroartikel ganz bewusst nur auf zwei Jahre ausgelegt sind. Die SPD-Landtagsfraktion aus Schleswig-Holstein möchte daher die Gewährleistungsfrist verlängern.

Fünf statt zwei Jahre für mehr Nachhaltigkeit

Aktuell beträgt die Gewährleistung zwei Jahre. Geht es nach dem Willen der SPD in Schleswig-Holstein sollen es künftig fünf Jahre sein. Die Verbraucherschutzpolitikerin Kerstin Metzner erklärte dazu gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:

„Eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist stellt sicher, dass die Unternehmen ein Interesse daran haben müssen, Produkte nachhaltiger zu gestalten.“

Ziel ist es, diese Idee in den Bundesrat zu bringen.

Ganz neu ist der Gedanke nicht. Schon in Hamburg hatte man sich mit dem Thema befasst. „Jeder ärgert sich, wenn Elektrogeräte schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben. Das ist oft kein Pech, sondern technisch so geplant“, lautete seinerzeit das Argument von Justizsenator Till Steffen (Grüne). Die Geräte würden auf Kosten der Verbraucher und der Umwelt so gebaut, dass die nicht lange hielten.

Beweislastumkehr ausdehnen

Diesen Vorwurf äußert jetzt auch Kerstin Metzner: „Teilweise sind Elektrogeräte so gebaut, dass sie kurz nach Ablauf der Gewährleistungsfrist kaputt gehen.“ Kunden seien in dem Fall gezwungen, ein neues Gerät zu kaufen. Das sei ein Unding, meint auch Till Steffen. Daher soll, so die SPD aus Schleswig-Holstein, auch die Beweislastumkehr auf zwei Jahre verlängert werden.

Für Verbraucher hätte das einen entscheidenden Vorteil: „Sollte während dieser Zeit ein Mangel auftreten, wird angenommen, dass dieser bereits beim Kauf vorlag.“ Dann wäre es am Händler, das Gegenteil nachzuweisen. Der Vorstoß aus Hamburg hatte Ende vorigen Jahres übrigens zum Ergebnis, dass sich eine Arbeitsgruppe mit der Thematik befassen soll.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu diesem Thema – hinterlassen Sie uns doch etwas weiter unten einen konstruktiven Kommentar!

Fanden Sie diesen Artikel informativ? Bitte bewerten Sie!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne - (3 Stimme(n) - Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar