Corona-Krise: bislang kaum Mietausfälle und Stundungen
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Schon sehr früh wurde darüber nachgedacht und mit dem Kündigungsschutz auch eine Lösung gefunden, wie man Verbrauchern helfen kann, die aufgrund der Corona-Krise ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Dieser Schutzschirm steht, wurde bislang aber kaum in Anspruch genommen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Fachmagazins „Immobilien vermieten und verwalten“ (IVV) zum Status der Mietausfälle bis Ostern. Ansprechpartner waren mehrere Wohnungsunternehmen im Bundesgebiet.

Überschaubarer Anteil an Mietstundungen

Bei der SAGA in Hamburg erklärte man: „Unsere Auswertungen zeigen bislang, dass es noch keine außergewöhnlich hohe Anzahl an Corona-bedingten Zahlungsausfällen gibt.“ Ähnlich verhält es sich bei der GWG in München, deren Mietensoll im April keine „signifikanten Abweichungen“ aufwies. Auch Ankündigungen seitens der Mieterinnen und Mieter, dass sie ihre Miete vorerst nicht bezahlen könnten, lägen nicht vor.

Vonovia, mit 350.000 Wohnungen eines der Schwergewichte der Branche, rechnet im nächsten Vierteljahr mit etwa 20.000 Haushalten, die durch die Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Aktuell haben sich beim Konzern diesbezüglich rund 3.300 Mieter von Wohnungen und Gewerbeimmobilien gemeldet. Dafür hat man vorgesorgt: „Für diesen Fall stellen wir 40 Millionen Euro bereit, gehen aber davon aus, dass es sich dabei lediglich um einen Aufschub der Mietzahlungen handelt, die später nachgezahlt werden.“

Nur leichte Einbußen beim Mietwachstum

Auch bei der LEG Immobilien AG ist der Anteil der Mieter, die um eine Mietstundung gebeten haben, noch überschaubar. Hier erwartet man nur leichte Einbußen beim operativen Mietwachstum. Daher wird die Aktiengesellschaft ihre Dividende auch wie geplant ausschütten. Die Deutsche Wohnen hingegen kürzt die Dividende und bildet mit dem Kapital einen 30 Millionen Euro schweren Corona-Hilfsfonds. „Private und gewerbliche Mieter, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, können sich schon jetzt bei der Deutsche Wohnen melden“, erklärt das Unternehmen.

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